Luino
Hauptstadt der lombardischen Uferseite, am Ausgangspunkt der Valtravaglia gelegen, ist Luino ein typisches elegantes Seestädtchen mit einem fast südländischen Ambiente.
Als aktives Industrie-, Handels- und Fremdenverkehrszentrum ist Luino Durchzugspunkt des Eisenbahngüterverkehrs in Richtung Schweiz: eindrucksvoll das alte Gebäude des Hauptbahnhofes. Reich an Geschichte war Luino immer Mittelpunkt verschiedener Kulturen und hat deshalb seine Freiheit und Unabhängigkeit bewahrt, die ihren Ausdruck im Eingriff der Garibaldiner am 15. August 1848 gegen die Österreichische Armee und im Volksaufstand am 10. Mai 1898 einzigartig im gesamten Varesotto fand.
Die Stadt weist eine Lebendigkeit in Geschichte und Kultur mit einem besonderen Hang zur Literatur auf; der in Luino geborene Dichter Vittorio Sereni und der Schriftsteller Piero Chiara zählen zu den wichtigsten modernen europäischen Literaten des XX Jahrhunderts.
Hier lebte auch Dario Fo, der sein Debüt auf der Bühne des Teatro Sociale gab und damit den Anfang seiner Karriere bestimmte, die ihm den Nobelpreis für Literatur 1997 einbrachte. Auch Ernest Hemingway erwähnt Luino in seinem berühmten Roman "In einem anderen Land", und Ende des XV Jahrhundert wurde hier nach Wahrscheinlichkeit der berühmte Maler Bernardino Luini geboren.
Erwähnenswert ist vor allem die wunderschöne Seepromenade mit ihren riesigen Platanen und dem alten napoleonischen Hafen, umgeben von den ehrwürdigen Fassaden der alten Häuser.
Von hier hat man einen unbegrenzten Blick über den See. Sehenswert sind die Kirche der Madonna del Carmine aus dem XV Jahrhundert, die Kapelle im Privatbesitz der Serbelloni aus dem XVIII Jahrhundert mit dem anliegenden Palazzo Serbelloni. Der Palazzo Verbania ist Sitz der Stadtbibliothek und des Stadtmuseums sowie Veranstaltungszentrum zahlreicher kultureller Ereignisse, die im Laufe des Jahres stattfinden. Ein romantischer Spaziergang durch die Gassen der Altstadt mit ihren Renaissance- und Barockgebäuden, den Innenhöfen mit Laubengängen und den verschiedenen kleinen Läden, versetzen den Besucher in die alte, lombardische Epoche zurück.
Auf den Hügeln hinter der Stadt wurden mitten im Grünen zahlreiche Sommersitze mit herrlichem Blick auf den See erbaut. Auf der Straße nach Maccagno im kleinen und erholsamen Vorort Colmegna befindet sich die frühere Villa Cicogna , heute ein Hotel mit üppig angelegtem Park und traumhafter Lage.
Der wichtigste Treffpunkt in Luino ist mit Sicherheit der Markttag am Mittwoch, zu dem zahlreiche Besucher aus allen Richtungen herbeiströmen, um an den vielen Ständen, die die Hauptstraßen des Städtchens vollständig ausfüllen, ihre Einkäufe günstig zu erwerben. Alle möglichen Waren werden von den Verkäufern laut und überzeugend angeboten. Dieses vielfarbige, malerische und folkloristische Schauspiel wiederholt sich seit dem XVI Jahrhundert jede Woche. (Quelle: www.lagomaggiore.net)
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